Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein
Projekt
Durch digitale Innovationen sieht die Filmbranche großen Veränderungen entgegen. Diese wirken sich sowohl auf die Produktion als auch auf die Distribution von Filmen aus. So entstehen beispielsweise Möglichkeiten, Filme mit anderen Kostenstrukturen und reduziertem Budget zu produzieren. Im Bereich der Distribution verändern sich existente Verwertungskanäle, während zugleich neue Absatzmöglichkeiten entstehen. Als Folge werden bislang als unrentabel eingestufte Projekte für etablierte Verleiher und Produzenten interessanter und für kleine Produzenten steigt die Motivation, auf eigenes Risiko zu produzieren. Auf der anderen Seite bieten digitale Innovationen Newcomern einen unabhängigen Einstieg und somit der Filmlandschaft insgesamt die Möglichkeit, ein nachhaltiges Wachstum durch eine breite Basis von talentierten Nachwuchsfilmern zu schaffen.
Wo die Probleme dabei liegen, für wen welche Produktions- und Distributionsformate geeignet sind, wer wovon bedroht wird und wer möglicherweise neue Chancen erhält, ist aufgrund der sehr frühen Marktphase noch weitgehend unbekannt. Das Projekt der Filmförderung Hamburg, für dessen Realisierung der Fellow Till Hardy verantwortlich sein wird, will die Chancen und Risiken des digitalen Films exemplarisch für die Hamburger Filmwirtschaft ausloten und die Erwartungen und Kenntnisse der Branche damit in Einklang bringen, um diese - und sich selbst - auf die Veränderungen vorzubereiten.

- Fellow: Till Hardy
Fellow
Till Hardy
* 1977 in Düsseldorf
Till Hardy studierte »Angewandte Kulturwissenschaften« und »BWL« an der Universität Lüneburg, an der er 2005 beide Studiengänge mit Magister und Diplom abschloss. Seine Studienschwerpunkte legte er auf verschiedene ökonomische und ästhetische Aspekte des Mediums Film. Während seines Studiums stellte er eigene Kurzfilme her, unterstützte andere Studentenfilme als wissenschaftliche Hilfskraft im Medienzentrum der Universität und arbeitete nebenbei bei verschiedenen Produktionsfirmen, für die er auch nach dem Studium tätig blieb. 2006 erreichte er mit seinem Beitrag über Wachstumschancen in der Filmwirtschaft durch digitale Innovationen den zweiten Platz beim Wettbewerb »Deutscher Studienpreis« der Körber-Stiftung.
