Kurz gemeldet
Aus der Kulturförderung
Filmförderung
Auf Vorschlag der niederländischen Vondel-Preisträgerin Judith Herzberg fördert die Stiftung die Übersetzung und Untertitelung des Films „Das Verbrechen des Abraham Prins“ von Marcel Prins. In diesem bislang in Deutschland noch nicht gezeigten Dokumentarfilm schildert der Autor und Regisseur das Schicksal seines jüdischstäm-migen Großvaters in der Zeit des Nationalsozialismus.
Mehr unter www.marcelprins.com
Machtclub: Argentinien
Macht e.V. ist ein Zusammenschluss von neun Schriftstellern, Verlegern und Literatur-Veranstaltern aus der Hamburger Szene. Seit ihrer Gründung 2000 sorgt die Literaturfusion über die Grenzen Hamburgs hinaus für Schlagzeilen. Herzstück ist der monatliche Literatur-event Machtclub. Seit 2009 ist der Machtclub zum Harbour Front Literaturfestival in der Hamburger HafenCity eingeladen. Der Machtclub möchte in diesem Jahr drei Länder-Themenabende auf dem Festival präsentieren: Russland, Iran und Argentinien. Die Durchführung von letzterem am 9. September 2010 wird von der Stiftung unterstützt.
HATE RADIO
Als am 6. April 1994 das Flugzeug des ruandischen Präsidenten Habyarimana kurz vor der Landung von zwei Raketen getroffen wurde, war dies das Startsignal für den grausamsten Genozid seit dem Ende des Kalten Krieges. Eines der wichtigsten Instrumente des Völkermordes in Ruanda war eine Radiostation. Der Sender RTLM hatte mit seinem Programm zwischen Pop-Musik, spannenden Sportreportagen und an Verachtung kaum zu überbietenden Mordaufrufen schon lange im Voraus begonnen, den Boden für den Genozid an der im Land lebenden Tutsi-Minderheit zu bereiten. Das deutsch-schweizerisch-belgische Recherche- und Theaterprojekt HATE RADIO, eine Koproduktion des International Insitute of Political Murder Berlin/Zürich mit dem Hebbel Theater Berlin sowie verschiedener europäischer Kultureinrichtungen erforscht und zeigt, welchen Einfluss die Berichterstattung auf den Verlauf des Genozids hatte.

- (c) Larissa Bertonasco
Konspriative Küchenkonzerte
Diese Konzertreihe ist ein außergewöhnliches und handgemachtes TV- und Web2.0-Format. In jeder Folge lädt sich der Gastgeber eine Band und einen bildenden Künstler in seine Küche in Hamburg-Wilhelmsburg ein. Die Idee stammt vom Verein „Konspiratives Kultur Kollektiv“, der sich um die Vermittlung von Kunst und Musik an jüngere Menschen bemüht. Ausgestrahlt werden die Küchenkonzerte auf mittlerweile 16 Regionalsendern in Deutschland und Österreich.
Mehr über die Konzerte unter www.konspirativekuechenkonzerte.de
Vergessene Musik neu entdeckt
Das Ziel des seit 1999 bestehenden Projektes Verfemte Musik ist es, Musik von Komponisten, die während der Herrschaft der Nationalsozialisten geächtet wurden, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dazu wird international ein Instrumental- und Gesangswettbewerb ausgeschrieben, der in einem Festival mit Konzerten, Vorträgen und Ausstellungen mündet. Das Festival wird dieses Jahr vom 21. bis 26. September in Schwerin stattfinden.
Mehr über das Projekt und das Festival erfahren Sie unter: www.jeunessesmusicales-mv.de
Aus der Wissenschaftsförderung
Top-Leute Lehren

- Die Teilnehmer von Lehren währen der Auftaktveranstaltung im Schloss Hasenwinkel
Das Programm Lehren – Impuls zur wissenschaftlichen Lehre ist im Mai erfolgreich gestartet. Mit dem Ziel, die Lehre an den Hochschulen zu stärken, fasst Lehren erstmals 32 Personen aus dem Hochschulmanagement, der Professorenschaft und der Hochschuldidaktik zu einem nachhaltigen Netzwerk in einer Fortbildung zusammen. Lehren wird realisiert in 5 Workshops 2010. Es wird in breiter Förderallianz ausgerichtet von der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., der Nordmetall-Stiftung und der Universität Hamburg, gefördert von der VolkswagenStiftung und der Stiftung Mercator im Rahmen der Initiative „Bologna – Zukunft der Lehre“.
Mehr über das Programm Lehren erfahren Sie hier.
Eurolecture Gastdozentur für die Musikethnologin Dr. Frances Wilkins
Im Wintersemester 2010/11 ist die Ethnomusikologin Dr. Frances Wilkins von der University of Aberdeen (Schottland, UK) Eurolecture-Gast bei Jun.-Prof. Dr. Barbara Alge am Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Hochschule für Musik und Theater Rostock. In dem Projektseminar „Sounds of Rostock“ werden sich Studierende der Dokumentation von Musik und Klang der Stadt Rostock widmen.
Mehr über Eurolecture finden Sie hier.

- Dr. Jörg Müller
Borkenkäfer – besser als ihr Ruf!
Am 21. Juni 2010 wurde der bayerische Zoologe und Forstwissenschaftler Dr. Jörg Müller für seine Arbeit im Bereich des Naturschutzes in Lüneburg mit dem Preis der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. für Agrar, Forst und Naturschutz ausgezeichnet. Müller hat innovative Konzepte für die effektive Vereinbarung von Schutz und Nutzung bei der Bewirtschaftung von Wäldern entwickelt, die mittlerweile deutschlandweit aufgegriffen werden.
Mehr über den Preis und die Verleihung lesen Sie hier.
2nd Freiburg Summer Academy
Bei der zweiten Freiburg Summer Academy werden im August 2010 junge Forscher und etablierte Experten zusammenkommen, um ein aktuelles Thema der europäischen Politik zu analysieren. Unter dem Titel „A new model of regional cooperation? The EU’s strategic approach towards the Baltic Sea, the Danube and the Black Sea Region“ werden die Möglichkeiten und Grenzen eines neuen Modells der regionalen Kooperation ausgeleuchtet.
Weiteres aus der Stiftungsarbeit
Skandalisierung fördert verantwortlichen Umgang mit Geschichte nicht
Die Geschichte der Stiftung war Anlass einer Debatte, die Sie im Detail auf den Geschichtsseiten unserer Homepage verfolgen können. Im April dieses Jahres veröffentlichte ein britischer Politikwissenschaftler im „Standpoint Magazine“ einen Beitrag zur Stiftungsgeschichte als neu aufgedeckten Skandal. Er bediente sich dabei der Forschungsergebnisse, die bereits seit zehn Jahren von der Stiftung publiziert werden.
Die ausführliche Dokumentation finden Sie hier.
Concerto21.

- Die Akademieteilnehmer und Leiter Prof. Martin Tröndle auf Gut Siggen. (c) Hendrik Zwiener
Die Sommerakademie widmet sich nicht nur der Karriereplanung junger Musiker, sondern zielt vor allem auf eine zeitgemäße Erneuerung klassischer Aufführungsformate. Nicht die Musik steht hier im Mittelpunkt, sondern ihre Darbietung im Konzert, denn nur mit innovativen Inszenierungen kann man neue Publikumsschichten für die Klassik gewinnen.
An insgesamt zehn Tagen lernten die 15 Akademisten in den Bereichen Dramaturgie, Publikumssoziologie und Management, inhaltsorientierte Konzertmodelle, neue Vermittlungsmethoden und nachhaltige Kommunikationsstrategien zu entwickeln und umzusetzen.
Mehr über Concerto21. erfahren Sie hier.

