Aktuelle Ausstellung
24. Juni - 03. September 2010
Faszination Schach – Zwischen Strategie und Völkerverständigung
Ausstellungseröffnung am 24. Juni 2010, um 18.00 Uhr in der Galerie im Georgshof
Begrüßung durch Ansgar Wimmer, Vorstandsvorsitzender Alfred Toepfer Stiftung F.V.S
Einführung durch Hendrik Schüler, Vorsitzender Schachklub Johanneum Eppendorf (SKJE) e.V., im Gespräch mit Niclas Huschenbeth, Deutscher Schachmeister 2010, und Kindern /
Jugendlichen der Schachgruppe am Wilhelm-Gymnasium
Zur Ausstellung
Die Ausstellung zeigt die vielfältige künstlerische Auseinandersetzung mit dem Strategiespiel Schach, aber auch Figuren und Schachbretter laden dazu ein, die verschiedenen Bestandteile des Schachs und ihre filigrane Gestaltung näher zu betrachten. Die Ausstellung thematisiert die Symbolhaftigkeit der Figuren, die Bedeutung des Spiels für unsere Alltagswelt und lässt erahnen, warum das Schachspiel Quelle und Inspiration zahlreicher Erzählungen und Filme geworden ist.
Kaum ein anderes Spiel übt so viel Faszination aus wie das Schachspiel. Ob als Methode, dem König den Wert seiner Untertanen zu verdeutlichen, als Friedensphilosophie, als psychiatrisches Heilmittel oder als Denksport: Schach ist von Mythen umwoben und vereint die verschiedensten Elemente in sich. Die Geschichte des Schachs reicht bis nach Indien, wo die Ur-Form Chaturanga angeblich bereits 500 n. Ch. entstanden sein soll. Die moderne Geschichtsforschung hat das Rätsel der Herkunft des Schachspiels
nicht lösen können, doch früheste Zeugnisse geben Einblick ins Dunkel um die Entstehung des Spiels. Schach gehört heute zu den populärsten Brettspielen der Welt und findet sich sogar in Redewendungen wie „im Zugzwang stehen“ oder „jemanden in Schach halten“ in unserer Sprache wieder.
Das Schachspiel verlangt eine kritische Distanz beim eigenen Handeln sowie eine hohe Denkleistung und Spielverständnis, es bestraft Ungeduld und Selbstüberschätzung, fordert Fairness und Respekt und fördert gegenseitiges Verständnis. So finden sich in diesem Strategie-Spiel auch Elemente einer Philosophie des Friedens und der Völkerverständigung.
Die ausstellenden Künster sind ehemalige Stipendiaten der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.: Andrei Egli · Rumänien, Karolina Freino · Polen, Elín Hansdóttir · Island, Szilard Huszank · Ungarn, Janusz Janczy · Polen, Gašper Jemec · Slowenien, Ilze Orinska · Lettland. Zusätzlich werden Arbeiten der Hamburger Künstlerin Elke Rehder gezeigt.
Kommende Ausstellungen
07. September - 22. Oktober 2010
STEINE DES ANSTOSSES
Deutsche und lettische Schüler auf den Spuren deportierter Hamburger Juden nach Riga
Ausstellungseröffnung am 07. September 2010, um 18.00 Uhr in der Galerie im Georgshof
Begrüßung durch Ansgar Wimmer, Vorstandsvorsitzender Alfred Toepfer Stiftung F.V.S
Einführung durch Dagmar Lücke-Neumann mit Schülerinnen und Schülern der Schule Möllner Landstraße
Die ehemalige Klasse R 10 der Schule Möllner Landstraße in Hamburg-Billstedt engagierte sich bereits ab Klasse 5 für eine Paketaktion an Holocaust-Überlebende im Baltikum, nachdem eine kleine Schülergruppe einem gemeinnützigen Verein beim Packen von Chanukka-Paketen geholfen hatte. Ab Klasse 6 (2005) übernahm die Klasse unter Leitung ihrer zwei Klassenlehrerinnen die gesamte Paketaktion. Im November eines jeden Jahres bis 2009 wurden die Pakete zu den Johannitern und Maltesern gebracht, die für den Transport der Pakete mit Gütern des täglichen Bedarfs nach Litauen und Lettland sorgten. Dort trafen sie rechtzeitig zum Lichterfest (Chanukka) bei den Überlebenden des Nationalsozialismus ein, die sehr bedürftig sind. Sie haben zum größten Teil keine Wiedergutmachungsgelder erhalten und leben in sehr einfachen Verhältnissen.
Mit Hilfe einer Zeitzeugin aus Lettland wurde der Kontakt zu einer Schule in Riga hergestellt, und die Idee, ein gemeinsames Geschichtsprojekt, das den Spuren von Hamburg nach Riga deportierter Juden nachgeht, konnte verwirklicht werden. Dabei sollte das Leben vor 1933 in Hamburg beleuchtet und Antworten auf Fragen nach den Gründen der Judenverfolgung, den Deportationen, den Orten des Schreckens, nach Tätern und Mitwissern, nach stillen Helden und Helfern und vor allem nach Überlebenden und ihrem Neuanfang in der Fremde gefunden werden.
Das Projekt wurde durch das Förderprogramm „Europeans for Peace“ aus Mitteln der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“, Berlin, das EU-Förderprogramm „Jugend in Aktion“, Bonn, und Eigen- und weitere Drittmittel gefördert. So konnten zwei Klassenfahrten der Rigaer und Hamburger Schüler und Schülerinnen für Forschungen in Riga und Hamburg durchgeführt und eine Ausstellung samt begleitender Broschüre erstellt werden. Die Arbeitsergebnisse wurden nach einer ersten Information der Öffentlichkeit in einer Ausstellung in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme vorgestellt und sind nun in der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. zu sehen.
Vergangene Ausstellungen
31. März - 10. Juni 2010
„…eines der wichtigsten und würdigsten Geschäfte…“ (J.W. von Goethe)
Literaturpreisträger der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und ihre Übersetzer
Ausstellungseröffnung am 31. März, um 18.00 Uhr in der Galerie im Georgshof
Einführung durch Peer Øhrgaard, Steffens-Preisträger 2001, im Gespräch mit Melanie Walz, Straßburg-Schülerpreisträgerin 1972
Zur Ausstellung
Die meisten Bücher werden nicht im Original gelesen, sondern in der Muttersprache des Lesers. Übersetzer haben die wichtige Aufgabe, Einblick in fremde Sprachen, Denkweisen und Lebensarten zu geben. Sie tragen damit wesentlich zum Verständnis der Kulturen bei.
Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. hat viele bekannte Schriftsteller unter ihren Preisträgern, die mit hervorragenden Übersetzern zusammenarbeiten. Die Ausstellung nähert sich am Beispiel von sieben Autoren und ihren Übersetzern der Kunst der literarischen Übersetzung an. Sie versucht, die Transferarbeit von Denk- und Lebensweisen sichtbar und erfahrbar zu machen und berichtet u.a. in Textauszügen, Korrespondenzen, persönlichen Erinnerungsstücken und kleinen Geschichten von der Zusammenarbeit zwischen Autoren und ihren Übersetzern. Die Übersetzer erzählen von Problemen und Freuden ihrer Arbeit und dokumentieren die Entstehung ihrer Texte. Die gemeinsame Darstellung der Lebensläufe versucht, dem Geheimnis des Verstehens und Vermittelns auf die Spur zu kommen.
Viele Fragen stellen sich: Ist es überhaupt möglich oder ratsam, einen Text „wortwörtlich“ zu übersetzen? Wie viel eigene Dichtung darf der Übersetzer einbringen? Kann er das Original vermitteln? Wie stark spielt das kulturelle Umfeld eine Rolle? Wie verfährt ein Übersetzer mit Wortspielen oder Dialekten?
In unserer Bücherecke haben Sie die Möglichkeit bei Kaffee oder Tee in den ausgestellten Originalen und Übersetzungen zu lesen.
12. Januar - 23. Februar 2010
Generation Üç
Fotografien von Veit Mette
Ausstellungseröffnung am 12. Januar, um 18.00 Uhr in der Galerie im Georgshof
Einführung durch Veit Mette im Gespräch mit Mustafa Bayram, Vorstand Coach e.V., Köln und Stein-Preisträger 2007 der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.
Zur Ausstellung
„Wer bin ich und woher komme ich?“ – ist die Frage, die sich viele türkische und kurdische Jugendliche der dritten Generation einstiger Migrantenfamilien - der GENERATION Üç - stellen.
Der Bielefelder Fotograf Veit Mette zeigt in der gleichnamigen Ausstellung ausdrucksstarke Fotos von alltäglichen Situationen der jungen Leute in ihrer Umgebung. Jugendliche, die in Deutschland geboren sind und deren Leben oft von den unterschiedlichen Werten zweier Kulturen geprägt ist. Zwischen der muslimisch-patriarchalischen Familienstruktur und der auf Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung angelegten deutschen Gesellschaft muss die Balance gehalten werden. Obwohl viele sich ein Leben ohne deutsche Rechte nicht mehr vorstellen können, hängen sie doch mit dem Herzen an ihren „Heimatländern“ und befinden sich unentwegt auf der Suche nach sich selbst und einem Platz in der Gesellschaft. Oft stellt dies eine Zerreißprobe dar, denn auf dem Weg in ein freies, individuelles Leben, müssen sie bereit sein, Einiges aufzugeben, ohne zu viel von ihrer kulturellen Identität zu verlieren.
Veit Mettes Fotoreihe ist eine Reise in die Welt dieser Jugendlichen, die eine Brücke bauen will zwischen einer ganzen Generation junger Menschen und der Gesellschaft, in der sie leben. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit der Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien im Amt für Integration und interkulturelle Angelegenheiten der Stadt Bielefeld.
Nach einem Studium der Kunstpädagogik, arbeitet Veit Mette seit zwanzig Jahren als freier Fotograf und veröffentlicht seine Bilder in den Magazinen der Zeit und der Süddeutschen, im Stern und bei Life. Außerdem beteiligt er sich an der Gestaltung von Ausstellungen und Büchern, wie dem Bildband zum 75-jährigen Bestehen der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.
15. Oktober - 11. Dezember 2009
Reflexionen
Fotoausstellung im Rahmen von NatuRegio - Trainees for Nature von Angel Ispirev und Alexander Ivanov
Ausstellungseröffnung am 15. oktober, um 18.00 Uhr in der Galerie im Georgshof
Einführung durch Angel Ispirev und Alexander Ivanov
Grußwort von Prof. Dr. Gerd-Winand Imeyer, Honorargeneralkonsul der Republik Bulgarien
Zur Ausstellung
In der Ausstellung „Reflexionen“ werden Darstellungen einer noch wenig berührten Natur mit Aufnahmen kontrastiert, die die immer noch fortschreitende Zerstörung bisher intakter Ökosysteme in Bulgarien dokumentieren. Hinter der Ästhetik des Motivs, die alle Fotografien verbindet, verbirgt sich eine Entwicklung unkontrollierten wirtschaftlichen Wachstums und häufiger Gesetzesmissachtung, die die verbliebenen bulgarischen Naturlandschaften bedroht. Ziel der Ausstellung ist es, diese Problematik ins Bewusstsein der lokalen Öffentlichkeit zu heben. Sie ist Kern des Projekts „Stolen Heritage“, das der Forstwissenschaftler Angel Ispirev im Rahmen des Projekts „NatuRegio“ in Zusammenarbeit mit dem mehrfach ausgezeichneten bulgarischen F otografen Alexander Ivanov, dessen künstlerischer Schwerpunkt Naturfotografie ist, verwirklichte.
Das NatuRegio-Projekt zielt auf die Förderung eines modernen, zukunftsfähigen Naturschutzes in Rumänien und Bulgarien durch die Vorbereitung konkreter Projekte und deren Umsetzung vor Ort sowie begleitender Qualifizierungs- und Beratungsmaßnahmen ab. Das Hauptaugenmerk liegt auf Fragen des Managements von Großschutzgebieten und eng damit verknüpfter Probleme der Regionalentwicklung ländlicher Regionen. Auch soll das Projekt dem Aufbau eines grenzübergreifenden Netzwerks rumänischer, bulgarischer und deutscher Naturschutz-Nachwuchskräfte dienen, das ihnen eine erfolgreiche Entwicklung und Implementierung von Projekten und eine Integration in die internationale „scientific community“ des Umwelt- und Naturschutzes ermöglicht. Das Projekt ist auf fünf Jahre angelegt und lädt jährlich je fünf Nachwuchskräfte aus dem Naturschutzsektor Rumäniens und Bulgariens ein. Bei den jeweiligen Abschlussworkshops werden die besten Projekte ausgewählt und besonders gefördert. Projektpartner sind die Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz, EuroNATUR, die Föderation EUROPARC und die Leuphana Universität Lüneburg. Förderer sind die Deutsche Stiftung Umwelt und die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.
Angel Ispirev ist Trainee 2007 aus Bulgarien.
17. September - 9. Oktober 2009
Wand(lungen)
Eine fotografische Rekonstruktion albanischer Kunst(ge)schichten
Ausstellungseröffnung am 17. September 2009, um 18.00 Uhr in der Galerie im Georgshof
Einführung durch Sonja Lau und André Siegers
Poetische Reflexion von Lindita Arapi, Herder-Stipendiatin 1998 der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.
Zur Ausstellung
Die Ausstellung Wand(lungen) ist eine fotografische Revision bzw. Weiterführung des kuratorischen Projektes „Ri-Pikturim“ (Re-Paintings) von Sonja Lau, Alfred Toepfer Fellow für Innovation in der Kultur 2008/2010, und André Siegers, das im September 2008 an der Nationalgalerie Tirana, Albanien, entstand.
Im Spätsommer 2008 wurde die Nationalgalerie erstmals seit ihrer Einweihung durch Enver Hoxsha im Jahre 1956 substantiell renoviert. Während des kommunistischen Regimes mehr ein Ort der Macht denn der Kunst, wurde das Museum für das Projekt „Ri-Pikturim“ zu einem temporären Künstleratelier. Eingeladen waren albanische Maler, um eines ihrer Werke aus der kommunistischen Zeit neu zu interpretieren. Die roten Wände des Museum stellten die Leinwand für Wandgemälde, deren Existenz absehbar sein sollte. Im Zuge der fortschreitenden Renovierungsarbeiten verschwanden die neuen Werke wie in einer umgekehrten kulturellen Archäologie unter dem neuen weißen Anstrich der Galerie und markierten das Ende der Ausstellung. Das Bemalen der Wände wurde so zu einer symbolischen Geste: zu einem Kommentar über das Erscheinen und Verschwinden, zu parallelen Kunst(ge)schichten und nicht zuletzt zu einer Reflexion über das Persönliche und das Institutionelle.
Die ausgestellten fotografischen Arbeiten geben Einsicht in diesen Prozess der „institutionellen Schichtung“. Von den ersten Pinselstrichen bis hin zur endgültigen Übermalung der Wände verstehen sie sich als inszeniertes Zeitdokument dieser besonderen institutionellen Veränderung, bemüht um den Verweis auf die gesellschaftliche Parallele des Projektes “Ri-Pikturim” im politischen Kontext Albaniens: den langsamen und oftmals chaotisch verlaufenden Wandel von einem ehemals sozialistischen Staat zu einer parlamentarischen Republik.
Sonja Lau, *1981 in Düsseldorf, studierte Film und Kunstgeschichte in Paris und Berlin. Sie absolvierte 2007 ihren Master in “Curating and Critical Writing” am Chelsea College of Art and Design in London. Sie lebt und arbeitet in London.
2. Juli - 11. September 2009
Ashore - Radierungen von Anja Klafki
Ausstellungseröffnung am 2. Juli, um 18.00 Uhr in der Galerie im Georgshof
Einführung durch Silke Eikermann-Moseberg, Leiterin der Stadtgalerie im Elbeforum Brunsbüttel, im Gepräch mit Anja Klafki
Zur Ausstellung
Anja Klafki, geb. 1967 in Eckernförde, studierte von 1987-1988 Kunstgeschichte und Philosophie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, von 1989 – 1997 Freie Kunst / Freie Grafik bei den Professoren Bauer und Thieme an der Muthesius-Hochschule, Kiel und 1992 als Gaststudentin am Icelandic College of Art and Crafts in Reykjavik, Island. Ihre Diplomarbeit wurde mit dem Stipendium Nordwest-Lotto Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Seitdem war sie freischaffend in Kiel tätig und hatte von 1999 - 2000 einen Lehrauftrag an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Heute lebt und arbeitet die Künstlerin in Stuttgart.
Anja Klafki beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Radierung und hat eine eigene Bildsprache entwickelt. Ihr Handwerkzeug ist die Metallplatte, das Papier und die Druckpresse. Sie bearbeitet Zinkplatten mit Hammer und Stechbeitel, für Druckgrafik ungewöhnliche Werkzeuge, mit denen sie die Oberfläche aufreißt und strukturiert. Die Künstlerin schlägt aus den Zinkplatten Teile heraus und fügt sie zu Motiven zusammen. Die Platten wirken durch die bildhauerische Bearbeitungsmethode wie Skulpturen, die Drucke changieren in metallischen Farbnuancen.
Seit einigen Jahren hat sich Anja Klafki dem Thema Landschaft zugewandt. Die Frage, wie viel Reduziertheit ausreicht, um Landschaft visuell zu definieren, beschäftigt sie ebenso wie die Frage, wie viel Reduziertheit die Spannung zwischen farbiger Fläche und weißem Papier fördert. Das Charakteristische ihrer Arbeiten ist das Spiel zwischen abstrakter und gegenständlich konkreter Dokumentation von Landschaft, welches durch die Kombination von Radierung und Hochdruck in den Werkreihen ab 2006 noch verstärkt wird.
Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. stellt mit Anja Klafki eine der wichtigsten jungen deutschen GrafikerInnen vor.
Weitere Eindrücke vermittelt die Homepage der Künstlerin.
14. Mai - 26. Juni 2009

- Isola di San Servolo, Venedig, Acryl auf Leinwand, 90 x 90 cm, 2009
Johannes Nawrath - Italienische Sehnsuchtsorte
Ausstellungseröffnung am 14. Mai, um 18.00 Uhr in der Galerie im Georgshof
Einführung durch Dr. Wolfgang Schömel, Literaturreferat der Behörde für Kultur, Sport und Medien
Zur Ausstellung
Johannes Nawrath, geb. 1955 in Neheim-Hüsten/Sauerland, studierte von 1975-81 Kunstgeschichte in Marburg und Hamburg, arbeitete seit 1981 als freier Grafiker und begann 1984 zu malen, zunächst mit Plakafarbe auf Karton, ab 1994 mit Acryl auf Leinwand.
Johannes Nawrath gehört in die lange Reihe deutscher Künstler und Literaten, die seit Ende des 18. Jahrhunderets Italien besuchten. In den letzten Jahren führten ihn mehrere Reisen nach Siena und in die Toskana, nach Rom und zuletzt, 2007, nach Venedig. Von jeder dieser Reisen brachte er Motive mit und malte Bilder, die ebenso typisch für die dargestellten Landschaften und Städte sind wie für seine Sicht und Darstellung der Welt.
So entstand im Laufe der letzten acht Jahre ein Panorama italienischer Sehnsuchtsorte, das den vertrauten Blick vieler Italienbesucher einerseits bestätigt, andererseits unsere Wahrnehmung durch Motivauswahl, Perspektive und Atmosphäre erweitert und verändert.Nicht nur wegen Nawraths Sichtweise sagte Robert Gernhardt über seine Kunst, sie sei »einfach eine Schule des Sehens«, und der ungarische Essayist und Kunsttheoretiker László F. Földényi schrieb: »Je länger ich Nawraths Bilder betrachte, desto mehr scheint die Welt, die sich vor meinen Augen öffnet, eine hauchdünne, feine, nahezu transparente, über ein Nichts gespannte Fläche zu sein, die jeden Moment reißen kann, um der hinter ihr gähnenden Leere Platz zu machen. Doch bis dahin herrscht sie straff und glanzvoll über alles. Die Gemälde vergegenwärtigen einen zeitlosen – oder vorletzten – Moment, in dem alles irgendwie zum Stillstand gekommen ist.« Die Bilder von Johannes Nawrath sind im Wissen um die Vorläufer gemalt, in der Reflexion und Brechung der Tradition verstehen sie sich als Fortsetzung und Hommage.
Mit dieser Ausstellung einer Auswahl der Acrylbilder aus Rom, Venedig und der Toskana zeigt die Galerie im Georgshof einen zeitgenössischen künstlerischen Ausdruck deutscher Italiensehnsucht.
Weitere Informationen zu Johannes Nawrath finden sie auf der Homepage des Künstlers
4. März - 24. April 2009

- Landschaft mit Mond I, Öl auf Leinwand, 30 x 30 cm, 2007
Ilze Orinska - naturalia
Ausstellungseröffnung am 4. März, um 18.00 Uhr in der Galerie im Georgshof
Einführung durch Mario Zetzsche, Riga (Alfred-Toepfer-Fellow für Innovation in der Kultur 2006 - 2008 am Museum für zeitgenössische Kunst Lettlands, Riga) im Gespräch mit der Künstlerin
Zur Ausstellung
Ilze Orinska, geb. 1968 in Rezekne, Lettland, studierte Malerei an der Kunstakademie Lettlands in Riga. Nach Abschluss ihres Studiums kam sie 1990 im Rahmen eines Studentenaustauschprogramms des DAAD nach Bremen. 1992 begann sie ihr Studium an der Hochschule für Künste Bremen und schloss ein Meisterschülerstudium an. Die Künstlerin lebt in Berlin.
Ilze Orinska arbeitet hauptsächlich in der klassischen Technik der Ölmalerei. Seit einigen Jahren aber steht neben Malerei auch Fotografie im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Arbeit. Sehnsucht, Sinnlichkeit und Vergänglichkeit, das Nachdenken darüber, was es heißt, ein sehender Mensch zu sein, sind die Themen der Künstlerin.
In der Ausstellung naturalia wird »Natur« zumeist in Nahsicht wiedergeben. Es sind Motive, die die Sehnsucht des Stadtmenschen nach unverfälschter Natur, nach einfachem, geordnetem Leben hinterfragen. Erst bei eingehender Betrachtung fallen besondere Eigenschaften der abgebildeten Dingwelt ins Auge, etwa die faule Stelle an einer Frucht oder die unnatürliche Körperhaltung einer Katze. Verbindendes Element ist die Transformation, der Übergang von einem noch nicht ganz abgeschlossenen in einen noch nicht ganz erreichten neuen Zustand. Der in altmeisterlicher Manier behandelte Malgrund dient als Transportmittel für existenzielle Fragen nach der Fragilität jeglichen Lebens und der Gnadenlosigkeit der »schönen« Natur. In den großen Formaten entrückt die abgebildete Welt ins Atmosphärische, löst sich auf in Licht, Luft und Tiefe; vom Irdischen bleibt oft nur noch ein dünner, unerreichbar wirkender Streifen am unteren Bildrand übrig.
Die Fotos hingegen erzählen von in der Natur lebenden Menschen, von Reisebegegnungen oder der Familie der Künstlerin. Dafür verwendet sie ca. 20 Jahre überlagertes, so dass der Zustand und die Widerstandsfähigkeit jedes Filmabschnittes und somit wesentlich der Zufall die Ergebnisse bestimmen. Auch hier findet Entrückung statt; es wird von der Unmöglichkeit erzählt, das Leben festzuhalten.
Ilze Orinska war Programm-Stipendiatin 1998 der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. im Jahre 1998.
20. Januar- 27. Februar 2009

- Foto: Landesarchiv Berlin
Haymatloz - Exil in der Türkei
Ausstellungseröffnung am 20. Januar, um 18.00 Uhr in der Galerie im Georgshof
Einführung durch Dr. Christine Fischer-Defoy (Vorsitzende Aktives Museum Faschismus und Widerstand in Berlin e.V.), Musik von Gökhan Sarpkaya
Zur Ausstellung
Die Türkei war kein klassisches Ziel für Verfolgte aus dem nationalsozialistischen Deutschland. Trotzdem fanden weit mehr als 1.000 Flüchtlinge in Ankara oder Istanbul eine sichere Bleibe. Als Architekten, Mathematiker, Biologen, Juristen oder Musiker waren sie in der Türkei sehr willkommen, denn das Land befand sich seit 1923 auf Kemal Atatürks radikalem Reformkurs. Experten aus dem Ausland konnten und sollten dabei nachhaltige Impulse geben und helfen, eine moderne Türkei zu verwirklichen.
Zu den bekannteren Personen gehören u.a. der Bildhauer Rudolf Belling, der Schriftsteller George Tabori, der Architekt Bruno Taut und nicht zuletzt Ernst Reuter, der erste Oberbürgermeister Westberlins nach 1945.
Haymatloz dokumentiert die Lebenswege deutschsprachiger Emigranten in der Türkei anhand von Skizzen bekannter und weniger bekannter Persönlichkeiten, bestehend aus einer zitierten Selbstäußerung und einer Chronologie der wichtigsten Lebens- und Schaffensdaten, illustriert mit persönlichen Fotos. Darüber hinaus werden Spuren aufgezeigt, die die ausländischen Experten sowie ihre Schülerinnen und Schüler bis heute sichtbar hinterlassen haben.
Die Ausstellung Haymatloz wurde vom Verein Aktives Museum erarbeitet und zusammen mit dem Goethe-Institut und der Akademie der Künste, Berlin, erstellt. Sie entstand mit Unterstützung der Stiftung Deutsche Klassenlotterie unter der Schirmherrschaft von Barbara John, der damaligen Ausländerbeauftragten des Senats von Berlin. Haymatloz war 1998 zunächst in Istanbul und ab 2000 in erweiterter Form in vielen Städten Deutschlands gezeigt worden. 2008 wurde die Ausstellung neu gestaltet. Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. zeigt sie erstmals in dieser Neufassung in Hamburg.
29. September - 19. Dezember 2008
„Den Wald vor lauter Bäumen….“ Radierungen von Anthonie Waterloo
Ausstellungseröffnung am 29. September, um 18.00 Uhr in der Galerie im Georgshof
Einführung durch Prof. Dr. Herwig Guratzsch (Vorstand Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf) und Dr. Uta Kuhl (Leiterin der Museumspädagogik auf Schloss Gottorf).
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Anthonie Waterloo *1610 in Ryssel/Flandern, dem heutigen Lille/Frankreich, † 1690 in Utrecht/Niederlande. Anthonie Waterloo war nicht nur ein bedeutender Maler, seine Leidenschaft gehörte den Zeichnungen und Radierungen. Seine Lieblingsmotive waren Bäume und Wald, die er mit zurückhaltenden bildnerischen Mitteln detailgetreu und stimmungsvoll, aber
ohne Dramatik darstellte. Seine Arbeiten entbehrten jeglicher barocker Überschwenglichkeit und verliehen damit dem beginnenden
neuen Zeitgeist Ausdruck.
Waterloo galt als Meister der Landschaftsdarstellung. Er hinterließ ein umfangreiches Werk von Landschaftsradierungen, das sich bereits
zu seiner Zeit großer Beliebtheit erfreute. Aber auch Kunsthändler und Künstler des 18. und 19. Jahrhunderts schätzten Waterloos
Technik der genauen Naturwiedergabe und erkannten in ihm ihr Vorbild. Dem Artifiziellen abgeneigt, strebte Waterloo die unauffällige
Natürlichkeit im Landschaftsbild an. Eben diese Art der Darstellung löst eine besondere poetische Stimmung aus. Da Waterloo erst nach
Beendigung des 30jährigen Krieges größere Reisen unternehmen konnte, suchte er seine Motive zunächst in der Umgebung der Städte,
in denen er lebte. Die überlieferten topografischen Zeichnungen besagen, dass Waterloo später u. a. auch Hamburg und dessen Umkreis
bereiste. Seine Altona-Zeichnungen haben auch heute noch einen besonderen Wert. Sie sind die einzigen Dokumente von Altona, das,
1664 zur Stadt ernannt, durch Kriegswirren im Jahre 1713 fast völlig nieder brannte.
Über Waterloos Leben ist wenig bekannt. Seine Familie war vermutlich aus Glaubensgründen aus den damals von Spanien beherrschten
katholischen Niederlanden, dem heutigen Belgien, in die befreiten nördlichen Provinzen ausgewandert. Der Künstler lebte teils in
Amsterdam, teils in Leeuwarden, später in Utrecht und dessen ländlicher Umgebung.
Die Kunstsammlung der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., die jüngst inventarisiert wurde, bewahrt insgesamt 27 Arbeiten von Anthonie
Waterloo, die in dieser Ausstellung gezeigt werden.
11. Juni - 9. September 2008
Ausstellung: Exil am Mittelmeer - Deutsche Schriftsteller in Südfrankreich von 1933 - 1941
Ein Kooperationsprojekt mit der Agentur Initiative Literatur, das Filme, Vorträge und ein Multimedia-Projekt umfasst. (Details auf der Homepage der Agentur)
Vernissage: 10. Juni 2008, 18:00 Uhr
Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft Hamburg-Marseille wurde das Projekt "Fluchtpunkt Marseille. Leben im Exil 1933 bis 1941" ins Leben gerufen. Herzstück des Projektes ist die Ausstellung der Monacensia, Literaturarchiv und Bibliothek in der Münchner Stadtbibliothek mit Leihgaben von Georg P. Salzmann, Exil am Mittelmeer. Deutsche Schriftsteller in Südfrankreich von 1933-1941.
Die Ausstellung dokumentiert die Lebens- und Arbeitsbedingungen deutscher Schritfsteller im südfranzösischen Exil und den Einsatz mutiger Fluchthelfer , mit Briefen, Fotos und Unterlagen vor allem aus dem Archiv der Monacensia in München.
Kuratoren: Ulrike Voswinckel, Frank Berninger.
Rede zur Ausstellungseröffnung von Ulrike Voswinckel.
12. April - 16. Mai 2008

- Vilniusser Palast, 2004
Zwischen Liebe und Tod- Spuren litauischer Architektur
von Vytautas Michelkevicius
"Zwischen Liebe und Tod - Spuren litauischer Architektur" ist eine künstlerische Untersuchung des kollektiven Gedächtnisses und seiner Repräsentationen in der sowjetischen Architektur. Auf einer psychogeografischen Exkursion mit dem Fotoapparat durch das gegenwärtige Vilnius wird an vier Palästen Halt gemacht, die Institutionalisierungen von grundlegenden Etappen im menschlichen Leben sind. Es sind der Hochzeitspalast, der Bestattungspalast, der Kultur- und Sportpalast und die zukünftige Nationale Kunstgalerie (das ehemalige Revolutionsmuseum der Litauischen SSR). In der Videoarbeit werden auf zwei Bildschirmen abwechselnd die Zerstörung eines der Bauwerke und Interviews mit Deutschen im öffentlichen Raum gezeigt, in denen sie gefragt werden, welche Funktionen diese vier Paläste haben könnten.
Vytautas Michelkevicius, geb. 1981 in Kaunas-Vilnius, war Herder-Stipendiat der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. im Jahre 2004.
3. – 7. März 2008
„Wir bauen uns eine demokratische Schule!“<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />
Eine Präsentation Hamburger und Prager Schülerinnen und Schüler des von der Stiftung geförderten Projektes in Prag anlässlich des Gegenbesuchs der Prager Schülerinnen und Schüler.
7. - 25. Februar 2008

- Damian Le Bas, Gypsyland
Die Kunst der Anderen
Eine begleitende Ausstellung zur KAIROS-Preis-Verleihung an die ungarische Kunsthistorikerin Tímea Junghaus. Präsentiert wurde eine Auswahl von Werken aus „Paradise Lost“, dem ersten Roma-Pavillon der 52. Biennale in Venedig, der von Tímea Junghaus kuratiert wurde. Für die Ausstellung in der Galerie im Georgshof wurden Werke der britischen Roma-Künstler Daniel Baker, Delaine Le Bas und Damian Le Bas sowie Arbeiten des französischen Malers Gabi Jimenez, des ungarischen Künstlers András Kállai und der finnischen Malerin Kiba Lumberg ausgewählt.
27. August – 14. Dezember 2007

- Imre Bak, Selbst - Bild - Gesicht
Imre Bak – Bilder von 2004 – 2007
Imre Bak ist seit Jahrzehnter der konsequenteste Vertreter des ungarischen Konstruktivismus. Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. verlieh dem zeitgenössischen Künstler 1998 den Herder-Preis.
Sein konstruktivistischer Stil ist mit einer Farb- und Formenwelt verknüpft, die seine Bilder sehr persönlich, zuweilen schon fast intim werden lassen. Dies unterscheidet ihn von anderen weltweit bekannten ungarischen Konstruktivisten wie zum Beispiel Vilmos Huszár oder Lászlo Moholy-Nagy.
Die strenge und die formale Disziplin seiner neuesten Werke sind mit der Empfindsamkeit der Transzendenz verknüpft: Riesenbauten türmen sich auf den Leinwänden, endlose Räume öffnen sich, wobei der Betrachter sich doch nicht verloren oder bedroht fühlt. Im Gegenteil: Der Hang zur Metaphysik schafft für seine Bilder eine Aura, die dem Betrachter sowohl ästhetische wie existentielle Freude gewährt.
3. Juli – 14. August 2007

- A. Paul Weber, Die Brücke von Mostar
Europa-Ansichten von A. Paul Weber
Die Kunstsammlung Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., die jüngst umfassend inventarisiert wurde, bewahrt insgesamt rund 80 Arbeiten von A. Paul Weber. Die Ausstellung zeigt 30 Federzeichnungen mit Ansichten aus Europa. Weber fertigte sie 1963 als Auftragsarbeiten zur Ausstattung des Schiffes MS "STRASSBURG" an. Der seinerzeit größte Massengutfrachter Deutschlands lief im April 1963 als eigener Schiffsneubau der Alfred C. Toepfer Schiffahrtsgesellschaft bei Blohm & Voss vom Stapel und gehörte bis 1978 zur Toepfer-Linie.
7. – 31. Mai 2007
Plakatausstellung – Europäische Identität<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />
Eine Ausstellung zum Themenbereich „Was ist Wichtig“ in Kooperation mit der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt. Die Studierenden Martha Luczak, Ulrike Jürgens und Kristin Schoch präsentierten ihre Plakate.
19. Februar – 11. April 2007
In Anwesenheit der Schirmherrin Kultursenatorin Prof. Dr. Karin von Welck wurden die künstlerischen Ergebnisse von insgesamt neun Teilnehmerinnen und Teilnehmern ((Liv-Malin Hentschel, Alexander Hiltenberg, Johanna Kirsten, Christina Leege, Johanna Noack, Julian Rambow, Natalia Schäfer, Niklas Schütt und Irina Simukow) des „Heinz Spielmann-Begabtenstipendiums“ der Lichtwark-Gesellschaft e.V. präsentiert.
Die Dozentin des Kurses Annette Meincke-Nagy, Bildhauerin und Dozentin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg, Fachbereich Design, einen Katalog mit ihren eigenen Arbeiten vor.<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />
4. Oktober – 29. Dezember 2006

- Klimó
Ungarische Kunst der Gegenwart – Malerei von 1979 bis 2005
Károly Klimó, *1936 , studierte von 1956 bis 1962 an der Budapester Hochschule für Bildende Künste. Er erfuhr eine klassische Ausbildung, wandte sich aber bald der Abstraktion zu. Er zählt zu den Künstlern, die seit den frühen 70er Jahren den Anschluss an den Westen suchten und dadurch zu eigenständigen Wegen fanden. Károly Klimó orientierte sich an der Ästhetik der École de Paris. Er schuf neben Gemälden auch Gouachen, Zeichnungen, Mischtechniken, Druckgrafiken, Collagen und Materialbilder sowie Buchillustrationen.<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />
Seine erste Einzelausstellung hatte Klimó 1977 in Budapest. Zahlreiche Studienreisen führten ihn in mehrere europäische Länder, die USA, den Iran und Südkorea. Seit 1990 ist er Professor an der Kunsthochschule von Budapest. Er lebt und arbeitet in Budapest und am Plattensee. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in vielen Ländern der Erde gezeigt und sind u.a. in der Kunsthalle Mannheim, der Albertina Wien, dem Kunstmuseum Seoul und der Nationalgalerie in Budapest zu sehen. Károly Klimó gilt als einer der bedeutendsten ungarischen Künstler der Gegenwart.
Der Künstler ist Herder-Preisträger 2005 der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.
16. Mai – 31. Juli 2006
Junge Polnische Kunst<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" />
Spiele – Karolina Freino, Bildhauerei, Kunst im öffentlichen Raum, Alfred-Toepfer-Stipendiatin 2005
Karolina Freino, *1978, diplomierte 2003 im Fach Bildhauerei an der Akademie der Künste in Krakau.
Sie studierte am Edinburgh College of Art und nahm 2004 ihre Studien an der Bauhaus Universität in Weimar auf. Karolina Freino stellte in mehreren Einzel- und Gruppenausstellungen in Polen, Frankreich, Deutschland und Italien aus. Sie erhielt Preise der Stadt Stettin, erhielt Kunststipendien und gewann verschiedene Kunstwettbewerbe. Sie ist auf den Gebieten Bildhauerei, Zeichnen, Fotografie, Video und Sound tätig. Sie arbeitet oft interaktiv mit Installationen als Form des Dialogs in öffentlichen Räumen, Galerien und zu Hause.
Zwischenraum – Janusz Janczy, Bildhauerei, Malerei, Shakespeare-Stipendiat 2001
Janusz Janczy, *1974, studierte bis 1999 Bildhauerei an der Akademie der Künste in Krakau, anschließend bis 2003 an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Janusz Janczy erhielt mehrere Stipendien und gewann den Gustav-Weidanz-Preis für Plastik 2002. Seine Werke waren in Einzel- und Gruppenausstellungen in Polen und Deutschland zu sehen. Nach seiner Rückkehr in seine Heimatstadt Tárnow 2003 begann er zu malen und nahm an Ausstellungen des Polnischen Künstlerverbandes in Tárnow teil.












