Die Stiftung hat im Jahre 1977 im Einvernehmen mit der damaligen Akademie der Wissenschaften der UdSSR den Alexander-Petrowitsch-Karpinskij-Preis I für Natur- und Gesellschaftswissenschaften und im Jahre 1984 den Karpinskij-Preis II für Ökologie und Umweltschutz zur Verfügung gestellt, um hervorragende Leistungen sowjetischer Gelehrter auszuzeichnen. Der Preis ist nach dem bedeutenden russischen Geologen, Paläontologen und Geographen Karpinskij (1846-1936) benannt, der als Vater der russischen Geologie gilt und von 1917 bis 1936 der erste gewählte Präsident der Sowjetischen, jetzt Russischen Akademie der Wissenschaften war. Er gehörte auch deutschen Akademien an.
Seit 1997 wurden diese beiden Preise zu einem Karpinskij-Preis vereinigt worden, mit dem hervorragende Leistungen von russischen Wissenschaftlern auf den Gebieten der Natur- und Gesellschaftswissenschaften und auf dem Gebiete der Ökologie und des Umweltschutzes ausgezeichnet wurden. Der Preis war zuletzt mit 15.000 Euro dotiert und wurde jedes zweite Jahr vergeben. Er war mit einem Jahresstipendium verbunden, das auf Vorschlag der Preisträger wissenschaftlichen Nachwuchskräften aus Russland einen einjährigen Forschungsaufenthalt an einer Universität oder einer vergleichbaren Institution in der Bundesrepublik Deutschland ermöglichen sollte. Das Stipendium war mit monatlich 920 Euro dotiert.
Dem Kuratorium für den Karpinskij-Preis gehörten zuletzt an:
Prof. Dr. Albrecht Wagner, DESY, Hamburg (Vorsitzender); Akad. Prof. Sergej Aldoschin, Tschernogolowka; Prof. Dr. Ludwig Faddejew, St. Petersburg; Prof. Dr. Walter Kaminsky, Hamburg; Privatdozent Dr. Eugeniusz Nowak, Bonn; Akad. Prof. Dr. Viktor Ossipov, Moskau; Prof. Dr. Ernst-Detlef Schulze, Jena.
Dieser Preis wurde im Jahr 2006 eingestellt.