Wilhelm-Leopold-Pfeil-Preis

Wilhelm Leopold Pfeil (1783-1859) war 38 Jahre Direktor der Preußischen Forstakademie in Eberswalde und lange Zeit ihr einziger forstlicher Lehrer. Eine ganze Generation preußischer Forstleute und zahlreiche Ausländer haben durch ihn ihre Ausbildung erhalten.

Der Wilhelm-Leopold-Pfeil-Preis der Stiftung diente seit 1963 dazu, eine Persönlichkeit aus Wissenschaft oder Praxis auszuzeichnen, die sich um eine für die Zukunft beispielhafte Waldwirtschaft in Europa besonders verdient gemacht hat. Dabei wurden neben den wirtschaftlichen Gesichtspunkten auch die Anforderungen berücksichtigt werden, die an den Wald hinsichtlich der allgemeinen Lebenskultur und in sozialer, hygienischer und ästhetischer Hinsicht zu stellen sind. Der Preis war mit 15.000 Euro dotiert und wurde bis 1993 durch die Forstwissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg i. Br. verliehen. Seit 1994 wurde er von der Stiftung - inzwischen in zweijährigem Rhythmus - an der Fachhochschule Eberswalde vergeben.

Mit dem Pfeil-Preis verbunden waren drei Europa-Studienreisestipendien in Höhe von je 2.000 Euro für Forststudenten und in der Ausbildung befindliche junge Forstleute, um deren Kenntnisse in einem anderen europäischen Land zu vertiefen. Das Preiskuratorium bat alljährlich alternierend drei Hochschulen um entsprechende Vorschläge.

Dem Kuratorium für den Pfeil-Preis gehörten zuletzt an:

Prof. Dr. Karl-Reinhard Volz, Freiburg (Vorsitzender); Prof. Dr. Karl-Eugen Rehfuess, Pöcking (Stellv. Vorsitzender); Prof. Dr. Jari Parviainen, Joensuu/Finnland; Prof. Dr. András Winkler, Sopron/Ungarn; Ministerialdirigent Dr. Volker Düssel, Erfurt; Prof. Dr. habil. Wilhelm-Günther Vahrson, Präsident der Fachhochschule Eberswalde (beratend)

Dieser Preis wurde im Jahr 2006 eingestellt.