Fritz-Schumacher-Preis

Der Fritz-Schumacher-Preis der Stiftung wurde 1949 geschaffen und gehört damit zu den ersten Nachkriegspreisen der Stiftung. Er sollte die Erinnerung an den vom Stifter sehr geschätzten Hamburger Baumeister, Architekten und Schriftsteller Fritz Schumacher (1869-1947) wachhalten. Bis 1955 wurde der Preis durch die Universität Hamburg jährlich vergeben, ab 1960 als Fritz Schumacher Stiftung durch die Universität Hannover. Seit 1997 wurden zwei Einzelpreise vergeben, die mit jeweils 10 000 Euro dotiert waren. Mit ihnen wurden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich durch beispielhafte Leistungen auf den Gebieten Städtebau, Landesplanung, Baukunst, konstruktiver Ingenieurbau, Baugeschichte, Landschaftsplanung und Gartenkunst, Stadtökologie oder Stadtsoziologie in Europa hervorgetan haben. Dabei bemühte sich das Kuratorium, die verschiedenen Disziplinen sowohl im Inland als auch im europäischen Ausland ausgewogen zu berücksichtigen.

Der Preis war mit drei Fritz-Schumacher-Studienreisestipendien in Höhe von je 2.050 Euro verbunden. Diese wurden an europäische Nachwuchskräfte aus dem Geltungsbereich des Preises vergeben. Das Preiskuratorium bat alljährlich alternierend drei Hochschulen um entsprechende Vorschläge.

Dem Fritz-Schumacher-Preiskuratorium gehörten zuletzt an:
Prof. Dipl.-Ing. Manfred Schomers, Hannover (Vorsitzender); Prof. Dipl.-Ing. Klaus Trojan, Hannover (Stellv. Vorsitzender); Prof. Dr. Ing. Stephan Engelmann, Stuttgart; Dipl.-Ing. Uta Boockhoff-Gries, Stadtbaurätin Hannover; Prof. Dr. Walter Siebel, Oldenburg; Prof. Dr. Ing. Jörn Walter, Erster Baudirektor Hamburg; Prof. Dr. Udo Weilacher, Hannover; Prof. Dr. Ludwig Schätzl, Präsident der Uni Hannover (beratend); Prof. Ing. arch. Vladimír Šlapeta DrSc., Prag/ Tschechien (beratend).

Dieser Preis wurde im Jahr 2004 eingestellt.