Justus-von-Liebig-Preis

Der Justus-von-Liebig-Preis der Stiftung F.V.S. war ihr erster Nachkriegspreis. Das war aus der damaligen Situation verständlich, in der die Ernährungslage in Deutschland im Vordergrund stand. Später war es die Welternährungslage, die dem Preis seine Rechtfertigung verschaffte. Zweck des Preises war es, Persönlichkeiten oder Arbeitsgemeinschaften auszuzeichnen, die sich um die Landwirtschaft in Europa auf wissenschaftlichem Gebiet besonders verdient gemacht haben.

Der Justus-von-Liebig-Preis war mit 15.000 Euro ausgestattet und wurde von der Stiftung im jährlichen Wechsel mit der Johann-Heinrich-von Thünen-Medaille in Gold zur Verfügung gestellt. Beide Auszeichnungen wurden durch die Agrarwissenschaftliche Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel verliehen.

Mit dem Preis waren zwei Liebig-Forschungsstipendien zu je 3.000 Euro für Studierende der Landwirtschaft verbunden. Das Preiskuratorium bat alljährlich alternierend zwei Hochschulen um entsprechende Vorschläge. Die Übergabe des Preises erfolgte traditionsgemäß im Emil-Lang-Hörsaal der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Dem Kuratorium für den Liebig-Preis und die Thünen-Medaille gehörten zuletzt an:
Prof. Dr. Siegfried Wolffram, Dekan der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Kiel (Vorsitzender); Graf Jörgen Ehrensvärd, Tomelilla/Schweden; Dr. Harald Isermeyer, Eickhorst; Prof. Dr. Uwe Latcz-Lohmann, Kiel (Geschäftsführendes Mitglied); Prof. Dr. Manfred Köhne, Göttingen; Dr. Rudolf Müller, Ochsenfurt; OstR Prof. Ing. Agr. Alfred Petautschnig, Bad Gleichenberg/Österreich; Dr.h.c. Philip Fürst zu Solms-Lich, Lich; Prof. Dr. Joseph-Alexander Verreet, Kiel.

Dieser Preis wurde im Jahr 2006 eingestellt.

 


Johann-Heinrich-von-Thünen-Medaille in Gold

Seit 1966 vergab die Stiftung neben dem Justus-von-Liebig-Preis die Johann-Heinrich-von-Thünen-Medaille in Gold für überragende, im besonderen Maße richtungweisende unternehmerische Leistungen in der europäischen Landwirtschaft und ihr verbundener Bereiche.

Johann Heinrich von Thünen (1783-1850) entwickelte die Grundlagen der volkswirtschaftlichen Standortlehre. Mit seiner Lohn- und Zinslehre war er der Begründer der Produktivitätstheorie.

Die Verleihung fand jedes zweite Jahr im Wechsel mit dem Justus-von-Liebig-Preis an der Fakultät für Agrar- und Ernährungswissenschaften der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel statt.

Letztes Kuratorium Johann-Heinrich-von-Thünen-Medaille in Gold:
Prof. Dr. Siegfried Wolffram, Dekan der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Kiel (Vorsitzender); Graf Jörgen Ehrensvärd, Tomelilla/Schweden; Dr. Harald Isermeyer, Eickhorst; Prof. Dr. Uwe Latcz-Lohmann, Kiel (Geschäftsführendes Mitglied); Prof. Dr. Manfred Köhne, Göttingen; Dr. Rudolf Müller, Ochsenfurt; OstR Prof. Ing. Agr. Alfred Petautschnig, Bad Gleichenberg/Österreich; Dr.h.c. Philip Fürst zu Solms-Lich, Lich; Prof. Dr. Joseph-Alexander Verreet, Kiel.

Dieser Preis wurde im Jahr 2005 eingestellt.