Alter Ego – Im Gespräch mit „meinem“ anderen. Begegnung mit 75 Jahren Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.
Samstag, 27.01.2007
9.30 – 17.30 Uhr Alter Ego – Im Gespräch mit „meinem“ anderen. Begegnung mit 75 Jahren Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.
Veranstaltungsort: Kampnagel, Jarrestraße 20, 22303 Hamburg
Im Jahr 2007 auf eine 75-jährige Geschichte zurückzublicken bedeutet, heterogene Geschichten und Visionen im Gepäck mitzuführen. Es bedeutet eine Vielzahl von Menschen, mit deren Geschicken die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S verbunden war und ist – sei es über die zeitweise bis zu 30 Kulturpreise, die jährlich vergeben wurden, sei es über Stipendien oder andere Förderformen. 75 Jahre bedeuten auch, mit der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts verwoben zu sein. Es bedeutet dem Wirken der Stiftung F.V.S. in den 30er- und 40er-Jahren gegenüber zu stehen, die Entwicklungen in den 50er- und 60er-Jahren zu betrachten und ihren Verlauf zu beobachten. Diese Geschichte in allen ihren Formen, all die verbindlichen und kritischen Wegbegleiter sind der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. heute ein Gegenüber – ein Alter Ego. An ihrem Gespräch mit diesem Gegenüber hat sich die Stiftung ebenso zu messen wie an ihrem aktuellen Wirken.
Dies war uns Anlass, das Gespräch mit dem Alter Ego zum Thema zu machen. Die Künste kennen viele Ausgestaltungen des Alter Ego: Schatten, Lichtgestalten, Doppelgänger, Spiegelbilder. Die Veranstaltung stellt die Frage nach einem Alter Ego als motor vivendi, als treibende Kraft des Schaffensprozesses, als Stachel, der drückt und provoziert, der kreative Prozesse antreibt und Auseinandersetzung anregt. Dies mag sich an einem Werk materialisieren oder es mag ein persönliches Gegenüber sein, das zum Gespräch, zum Streit, zum gemeinsamen Ergründen gebeten wird.
Wir bitten Menschen, die mit der Stiftung verbunden sind – als Preisträger, als Kuratoriumsmitglied, als Kooperationspartner und Wegbegleiter – ihrerseits etwas preis zu geben: ihre treibende Frage, ihren imaginären Gesprächspartner und Kontrapart, ihr Alter Ego, in dem sie sich spiegeln, das sie angreift, anregt und prägt in ihrem Denk- und Schaffensprozess.
Für das Programm haben wir Gesprächskonstellationen arrangiert, die unseren Gästen ein inspirierendes Gegenüber schenken. Wir möchten nicht so weit gehen, jeweils ein Alter Ego zu behaupten. Die Konstellationen bieten jedoch genügend Überschneidungen in Interessen und Engagement, dass ein gemeinsames Gespräch viel zu versprechen vermag. Das Alter Ego mag dieserart im gemeinsamen `sprechen über …´ aufblitzen, es mag sich in den thematischen Bezügen und manches Mal auch im persönlichen Gegenüber zeigen.
Drei Formate leiten durch das Programm: Die Gespräche zum Alter Ego führen die auftretenden Gäste
* als Monolog – im Selbstgespräch oder in einer Inszenierung
* als Dialog – im Gespräch mit einem Gegenüber
* als Polylog – in Interaktion mit mehreren Personen
Die Gespräche stehen jeweils unter einem thematisch leitenden Stichwort, das für die Stiftung als prägend gelten kann. Das leitende Thema ist unterlegt mit einer Frage, die den Titel bricht und umspielt und eine je individuelle Ausgestaltung durch die Gesprächteilnehmer erfährt.
Die Gäste im Programm:
9.30 - 10.40 Monologe
Mihaela-Roxana Dorus (Tanz), Choreografie: Marek Rózycki
Enikö Ginzery (Zimbel)
10.40 – 11.30 Buchpause und Schreibzeit für die Installation `Book space´ von Elin Hansdottir
11.30 - 13.00 Dialoge
Dialog 1
Prof. Dr. Hartmut Vogtmann und Prof. Dr. Christophe Girot im Gespräch zur Frage: Natur als Gegenüber?
Dialog 2
Prof. Dr. Gesine Schwan und Prof. Dr. Karl Ganser im Gespräch zum Thema: Haus - Wie entsteht Nachbarschaft?
Newena Popow (Piano)
Dialog 3
Prof. Dr. Jürgen Reulecke und Prof. Dr. Georg Kreis im Gespräch zum Thema: Geschichte - Warum F.V.S.?
13.00 – 14.30 Mittagspause
14.30 - 17.30 Polyloge
Polylog 1
Friedrich Schirmer mit Prof. Dr. Jochen Schirmer und Lothar Schirmer im Gespräch zur Frage: Familie - Wie fruchtbar lenken die Familienbande?
Valentin Klavierquartett: Isabel Lhotzky (Klavier), Inka von Puttkamer (Violine), Minako Uno (Viola), Hanno Kuhns (Violoncello)
Polylog 2
Dr. Hans-Dietrich Genscher und Prof. Dr. Alfred Grosser im Gespräch zum Thema: Europa - Was ist wichtig? Das Gespräch wird moderiert von: Dr. Theo Sommer
Valentin Klavierquartett
Polylog 3
Vorsitzende der Preiskuratorien am Kuratoriumsstammtisch im Gespräch zum Thema: Zukunft - Was wird ausgezeichnet?
Prof. Dr. Jürgen Schlaeger (Shakespeare-Preis) Moderation
Prof. Dr. Wolfgang Graf Vitzthum (Montaigne-Preis)
Prof. Dr. Artur Rosenauer (Herder-Preis)
Prof. Dr. Nikolaus Lobkowicz (Goethe-Preis)
Prof. Dr. Rolf Kuhn (Stein-Preis)
Prof. Dr. Lars Olof Larsson (Steffens-Preis)
Prof. Dr. Wolf Schmid (Puschkin-Preis)
Prof. Dr. Karl-Reinhard Volz (Pfeil-Preis)
Prof. Dr. Siegfried Wolffram (Liebig-Preis)
Prof. Dr. Albrecht Wagner (Karpinskij-Preis)
Prof. em. Dipl.-Ing.Friedrich Spenglin (ehem. Schumacher-Preis)
Ministerin a.D. Marianne Tidick (Brauer-Preis)
Monteverdi Chor
