Herzlich Willkommen in der Galerie 75

Im Rahmen des Jubiläums 75 Jahre Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. wurde der Fotograf Veit Mette zu einer fotografischen Spurensuche beauftragt, die Geschichte und Wirken der Stiftung in den Blick nimmt.

Im Buch mit 75 Doppelseiten erschienen, erhalten Sie hier nähere Informationen zu den einzelnen Bildern (Texte: Dr. Annekatrin Gall). Wir laden Sie mit diesen Bildern herzlich zu einer näheren Beschäftigung mit der Geschichte und der Arbeit der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. ein. Senden Sie uns gerne weitere Informationen und Ihre Kommentare zu den einzelnen Darstellungen.

Detailansicht, Hintergrundinformationen und Kommentarmöglichkeit erhalten Sie mit Klick auf die unten angezeigten 75 Doppelseiten.

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Das Foto entstand am 4. Oktober 2006 in Hamburg.

Prof. Dr. Artur Rosenauer, Kunsthistoriker.

Vorsitzender des Herder-Preiskuratoriums. Prof. Dr. Artur Rosenauer, Wien, hatte vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2006 den Vorsitz im Kuratorium der Herder-Preise inne. Am 5. Mai 2006 wurden die Herder-Preise der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. zum letzten Mal verliehen. Die erste Vergabe hatte 1964 stattgefunden. Die Preise wurden alljährlich durch die Universität Wien verliehen. Prof. Rosenauers einleitende Worte konnten als Motto dieser Veranstaltung gelten: „Herders Welt ist eine Welt der Toleranz, eine Welt, in der das Eigene und Eigen-Artige gegen das Diktat von Kunstrichtern verteidigt wird. Das erfordert Großzügigkeit, Offenheit, Intuition und Mut zum eigenen Bekenntnis. Auch wenn wir in Europa und in der Welt noch weit von der Verwirklichung dieser Ideale entfernt, und auch wenn es naiv sein mag zu denken, dass sie je verwirklicht werden, so ist dies dennoch ein Denken, das hinter dem Herderpreis von Anfang an gestanden hat, und das ihn im Lauf seiner Geschichte mitgeformt hat. Ernst Bloch hat einmal den Satz Goethes, dass alles Gescheite schon einmal gedacht sei und man nur versuchen müsse, es noch einmal zu denken, paraphrasiert. Die Replik Blochs lautet so: ‚Alles Gescheite mag schon siebenmal gedacht worden sein. Aber wenn es wieder gedacht wurde, in anderer Zeit und Lage, war es nicht mehr dasselbe. Nicht nur sein Denker, sondern vor allem das zu Bedenkende hat sich unterdes geändert. Das Gescheite hat sich daran neu und selber als Neues zu bewähren.’“ Der folgende Text ist ein Zitat aus „Das Engagement Alfred Toepfers und seiner Stiftung in Mittel- und Osteuropa“ von Dr. Ulrich-Christian Pallach, erschienen im Jahrbuch der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. 2003/04: „Mit den Herder-Preisen begann 1964 das systematische Engagement für die Länder Mittel- und Osteuropas. Der Name „Herder“ war ein Programm, und dieses unterschied sich grundlegend von den Vorkriegspreisen der Stiftung F.V.S., die der Selbstbehauptung deutscher Kultur, Sprache und Volkstums in „gefährdeten“ Gebieten wie Ostpreußen, der Tschechoslowakei, Polen oder Südosteuropa (einschließlich Österreichs) gegolten hatten. Der Name Herders stand jetzt für den Eigenwert der vielen kleineren Nationen zwischen Baltikum und Balkan, für die Bedeutung von Sprache und Literatur im Prozess der nationalen Selbstfindung und für die Möglichkeit der Verständigung zwischen den Völkern durch kulturellen Austausch. Die Herder-Preise „funktionierten“ alles in allem ohne größere politisch bedingte Probleme, sicher auch deshalb, weil die enge Zusammenarbeit der Stiftung mit der Universität Wien und österreichischen Politikern das Ganze auf neutrales und den meisten involvierten Ländern zugleich vertrauteres Terrain verlagerte. Zugleich war keine staatliche oder sonstige Institution eines der anfänglich sieben „Herder-Länder“ direkt beteiligt; diese stellten auch keine Kuratoriumsmitglieder.“

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Prof. Dr. Artur Rosenauer, Kunsthistoriker.  Prof. Dr. Artur Rosenauer, Kunsthistoriker. 

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