Herzlich Willkommen in der Galerie 75
Im Rahmen des Jubiläums 75 Jahre Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. wurde der Fotograf Veit Mette zu einer fotografischen Spurensuche beauftragt, die Geschichte und Wirken der Stiftung in den Blick nimmt.
Im Buch mit 75 Doppelseiten erschienen, erhalten Sie hier nähere Informationen zu den einzelnen Bildern (Texte: Dr. Annekatrin Gall). Wir laden Sie mit diesen Bildern herzlich zu einer näheren Beschäftigung mit der Geschichte und der Arbeit der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. ein. Senden Sie uns gerne weitere Informationen und Ihre Kommentare zu den einzelnen Darstellungen.
Detailansicht, Hintergrundinformationen und Kommentarmöglichkeit erhalten Sie mit Klick auf die unten angezeigten 75 Doppelseiten.
Galerie
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Die Fotos entstanden im Oktober 2006.
Gut Kalkhorst, Mecklenburg.Erworben 1933, dem „Volksbund für das Deutschtum im Ausland“ („VDA“) von 1935 bis 1945 zur Verfügung gestellt. Die Ländereien des in Mecklenburg, ca. 30 Kilometer östlich von Lübeck liegenden ehemaligen Gutes Kalkhorst befanden sich seit den Enteignungen, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in der damaligen sowjetischen Besatzungszone stattgefunden hatten, nicht mehr im Besitz der Stiftung. Nach 1945 beherbergte das Schloss des Gutes über viele Jahre eine psychiatrische Klinik. Als gemeinnützige Stiftung zur Wahrung ihres Vermögens verpflichtet, hatte die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. an den vor dem Bundesverfassungsgericht und dem Europäischen Gerichtshof anhängigen Verfahren teilgenommen, um eine Entschädigung für Enteignungen zu erhalten. Am 30. März 2005 fällte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg in letzter Instanz die Entscheidung, dass die derzeitige durch die Bundesrepublik Deutschland geschaffene Rechtslage nicht zu beanstanden sei. In dem damit gescheiterten Musterverfahren, das zuletzt 69 Privatpersonen und das Unternehmen MAN Ferrostaal auch für die heutige Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. über die letzten Jahre geführt hatten, nimmt die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. als gemeinnützige Stiftung eine Sonderstellung unter den Klägern ein. In der am 30. März 2005 ergangenen Ablehnung der Richter sieht sie – nach der im Rechtsstaat möglichen Überprüfung aller rechtlichen Umstände bis zur letzten Instanz – eine endgültige rechtliche Entscheidung. Auszug aus einer Rede des Vorstandsvorsitzenden der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., Ansgar Wimmer, anlässlich eines Konzertes in der Dorfkirche Kalkhorst am 13. Juli 2005, dem 111. Geburtstag von Alfred Toepfer. „Kalkhorst, der Ort, an dem heute Abend das Konzert im Rahmen des Musikfestivals Mecklenburg Vorpommern stattfinden wird, ist für unsere Stiftung kein einfacher Ort. Das betrifft weniger die Kirche, auch nicht den Grundbesitz, der der Stiftung durch sowjetische Enteignungen in der Nachkriegszeit aberkannt worden ist. Vielmehr erinnert das Gut Kalkhorst, das seit 1932/33 und damit in der Zeit des Nationalsozialismus als Tagungsstätte im Eigentum der Stiftung stand, an die Ambivalenz unserer Stiftungsgeschichte. Kalkhorst wurde – im Eigentum der Stiftung stehend und durch diese unterhalten – seit 1935 als Schulungsstätte vom „Volksbund für das Deutschtum im Ausland“ genutzt, der dort seine „Reichsführerschule I“ einrichtete. Der „VDA“ stellte Kalkhorst in der Folge unter anderem der österreichischen NSDAP, aber auch anderen nationalsozialistischen Gruppierungen zur Verfügung – und damit ist Kalkhorst kein Ort, mit dem sich die Stiftung heute eigentlich noch identifizieren kann und sollte. Und doch ist unser Hiersein heute in tatsächlicher Weise beispielhaft für das Bemühen der Stiftung, sich der Vergangenheit in all ihren Facetten zu stellen und an ihrer Aufarbeitung mitzuwirken. Wir stellen uns – mit Transparenz und Offenheit, ob hier in Kalkhorst, im Versuch des Dialoges etwa mit Frau Mnouchkine oder gegenüber einer kritisch nachfragenden Öffentlichkeit. Und so bin ich meinen Vorgängern im Vorstand – insbesondere Ihnen, liebe Frau Toepfer – aber auch den anderen Mitgliedern der Familie und der Stiftungsgremien, sehr dankbar für das sehr ehrliche und aufrichtige Bemühen um eine qualifizierte historische Auseinandersetzung mit der Geschichte unserer Stiftung – auch in ihren sehr problematischen und aus heutiger Sicht fehlgeleiteten Phasen. Ich habe dieses Bemühen im Hinzutreten zur Stiftung als beispielhaft empfunden, für die Stiftungslandschaft wie auch darüber hinaus, und ich werde mich nach Kräften bemühen, es in vollem Respekt vor dem Lebenswerk Alfred Toepfers fortzusetzen.“ Ansgar Wimmer, Vorsitzender des Vorstandes der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., am 13. Juli 2005. Sie wollen einen Kommentar zu diesem Bild schreiben?Dann füllen Sie bitte das folgende Formular vollständig aus: HinweisSämtlich Felder müssen ausgefüllt werden. Bitte beachten Sie auf korrekte Schreibweise der E-Mail Adresse. Nach dem Absenden des Formulars erhalten Sie von uns eine E-Mail. Bitte bestätigen Sie Ihre Angaben, indem Sie auf den Link klicken der in der E-Mail enthalten ist. Ihr Kommentar wird erst danach veröffentlicht. |
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