Kontakt

Uta Gielke
Leitung Kommunikation und Pressearbeit
Projektleitung Kultur

Tel: +40 / 33 402 – 14
gielke(at)toepfer-fvs.de

 


KAIROS-Preisträger

Andri Magnason - KAIROS-Preisträger 2010

Andri Magnason

Der isländische Autor Andri Snær Magnason, geboren 1973 in Reykjavik, wurde international bekannt durch seinen Roman "Dreamland", der in seiner Heimat Rekordverkaufszahlen erreichte. Das Buch ist eine Polemik über die Selbsttäuschung einer Nation. Lange bevor die Finanzkrise Island an den Rand der Zahlungsunfähigkeit brachte, warnte Magnason vor der ungezügelten Variante des Turbo-Kapitalismus und wandte sich gegen den Ausverkauf der Natur Islands an international agierende Aluminiumkonzerne. Mit „Dreamland“ wurde Magnason zum ‚Al Gore Islands’ und setzte sich an die Spitze einer kraftvollen aber unideologischen Umweltbewegung.

Mehr Informationen über Andri Magnason und seine Projekte finden Sie hier.

Am 28. Februar 2010 wurde Magnason mit dem KAIROS-Preis der Alfred Toepfer Stiftung F.VS. ausgezeichnet. „Andri Magnason hat das kontemplative  Verhältnis, in dem Dichter seit Jahrhunderten zur Natur stehen, umgedreht und aus dem Besingen und Verinnerlichen der Natur eine aktive, kämpferische Haltung gewonnen. Poesie und planetarisches Engagement, ästhetisches Empfinden und ziviler Widerstand schließen sich bei ihm nicht aus, sondern bedingen einander“ heißt es in der Begründung des KAIROS-Preiskuratoriums.

Die Preisverleihung fand am Sonntag, den 28. Februar 2010 im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg statt. Das Rahmenprogramm gestalteten die isländische Sängerin Emiliana Torrini und andere Musiker aus der Heimat des Preisträgers.

Weitere Bilder von der KAIROS-Preisverleihung finden Sie hier.

 

Reden zur Preisverleihung

Dankesansprache, Andri Snær Magnason

Ansprache "Ein Träumer auf der Insel des Realismus", Halldór Gudmundsson (Isländischer Verleger)

Laudatio, Prof. Dr. Christoph Stölzl (Vorsitzender des Kuratoriums)

Begrüßung, Ansgar Wimmer (Vorstandsvorsitzender der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.)

Ansprache zur Übergabe des KAIROS-Preises, Birte Toepfer (Vorsitzende des Stiftungsrats der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.)


KAIROS-Preis

Der KAIROS-Preis

Der KAIROS-Preis wird seit 2007 an europäische Künstler und Wissenschaftler aus den Bereichen bildende und darstellende Kunst, Musik, Architektur, Film, Fotografie, Literatur und Publizistik verliehen. Ausgezeichnet werden sowohl künstlerische Individualleistungen als auch die Leistungen derer, die – oft jenseits öffentlicher Wahrnehmung – Kultur in Europa ermöglichen und ihr entscheidende Impulse geben: Produzenten, Verleger, Galeristen und andere Initiatoren. Benannt nach dem Gott des „rechten Augenblicks“ der griechischen Mythologie, ist der Preis Anerkennung und Ermutigung zugleich: Er gilt Künstlern und Kulturschaffenden, die auf beispielhafte Weise unterwegs sind, ohne den Zenit ihres Schaffens bereits erreicht zu haben, und macht ihre innovativen Leistungen weithin sichtbar. Der KAIROS-Preis versteht sich dabei nicht als Auszeichnung eines abgeschlossenen Lebenswerkes, sondern als Impuls zu weiterem Wirken.

Mit einer Preissumme von € 75.000 ist der Preis einer der höchstdotierten Kulturpreise in Europa. Er bündelt - mit einer neuen Konzeption - auch die über lange Jahre vergebenen früheren Kulturpreise der Stiftung und spiegelt dabei die veränderten gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Bedingungen im heutigen Europa wider.

Das Kuratorium

Der KAIROS-Preis wird jährlich auf der Grundlage der Entscheidung eines unabhängigen Kuratoriums verliehen. Diesem gehören gegenwärtig folgende Personen an:

Kuratoriumsvorsitzender:
Prof. Dr. Christoph Stölzl (Historiker, Politiker und Senator a. D.)

Kuratoriumsmitglieder:
Armin Conrad (Chefredakteur 3sat kulturzeit)
Dr. Christine Eichel (Autorin und Journalistin)
Heike Catherina Mertens (Vorstand Bereich Kultur der Schering Stiftung) 
Dr. Rainer M. Schaper (Kulturchef und Mitglied der Geschäftsführung des Schweizer Fernsehens)
Dr. Nike Wagner (Künstlerische Leiterin des Kunstfestes Weimar pèlerinages)

Dieses Kernkuratorium wird bei Bedarf durch verschiedene von der Stiftung berufene Experten unterstützt, die sich entweder in einem der künstlerischen Bereiche oder einer bestimmten Region in Europa besonders gut auskennen.