
Claudia Kraft hat Osteuropäischen Geschichte, Politikwissenschaften und Slawistik in Tübingen, Mainz und Marburg studiert. Sie war Stipendiatin des Deutschen Historischen Instituts in Warschau und hat ihre Dissertation zum Thema „Europa im Blick der polnischen Juristen. Rechtsordnung und juristische Profession im Spannungsfeld zwischen Nation und Europa 1918-1939“ geschrieben. Daneben hat sie an einem deutsch-polnischen Forschungsprojekt zur Vertreibung und Zwangsaussiedlung der Deutschen aus Polen mitgewirkt. Nach Stationen am Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas e.V. in Leipzig, am Deutschen Historischen Institut in Warschau und an der Ruhr-Universität Bochum ist sie seit 2005 Professorin für Geschichte Ostmitteleuropas an der Universität Erfurt. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte Ostmitteleuropas vom 18.-20. Jahrhundert, die polnische Gesellschaftsgeschichte um 1800, Geschlechtergeschichte, Geschichte der Zwangsmigrationen im 20. Jahrhundert, sowie die vergleichende Analyse von Geschichtskulturen und Geschichtspolitiken in Europa.