PD Dr. Annemarie Mayer

Dr. Annemarie Mayer arbeitet als Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Ökumenische Forschung und ist seit April 2008 Privatdozentin für Dogmatik und Ökumenische Theologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen. Hier, wie auch bei Lehraufträgen in Stuttgart-Hohenheim und Hildesheim, möchte sie Studierende für Fragen der systematischen Theologie, der innerchristlichen Ökumene und des interreligiösen Dialogs begeistern.

Sie hat Katholische Theologie, Griechische und Lateinische Philologie in Tübingen, Oxford und Rom studiert. Während ihres Studiums war sie Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Alle drei Fächer schloss sie mit Staatsexamen, Theologie zusätzlich mit Diplom ab.

2002 wurde sie mit einer Dissertation zu ökumenischer Hermeneutik auf biblischer Basis promoviert, die unter dem Titel Sprache der Einheit im Epheserbrief und in der Ökumene publiziert ist (http://www.mohr.de/theologie/fachgebiete/neues-testament/buch/sprache-der-einheit-im-epheserbief-und-in-der-oekumene.html).

Von 2005 bis 2007 führte sie ein Forschungsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft nach Barcelona und Oxford. Dort widmete sie sich der Erforschung des Dialogs der Religionen im Mittelalter auf der iberischen Halbinsel und lernte dafür eigens Katalanisch. Ende 2007 wurde sie in Tübingen habilitiert. Ihre Habilitationsschrift ist als Drei Religionen −ein Gott? Ramon Lulls interreligiöse Diskussion der Eigenschaften Gottes (http://www.herdershop24.de/index.php?cl=details&anid=1524090&cnid=2&campaign=herder/rubrik/r_704732) seit 2008 publiziert.

Erfahrung in akademischer Lehre sammelt sie seit 1994. Ihr Engagement in der Lehre findet seinen Niederschlag darin, dass sie zusätzlich zu den Pflichtveranstaltungen immer wieder auch außergewöhnliche Lehrveranstaltungen anbietet, so jüngst im Sommersemester 2009 das Kommentarprojekt „Wesen und Auftrag der Kirche“, in dem Studierende am offiziellen Konsultationsprozess zu einem Text der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung des Ökumenischen Rates der Kirchen teilnahmen und eine Stellungnahme verfassten. Bereits 1999 hat sie ihre inneruniversitäre Lehrerfahrung im Rahmen der Hochbegabtenförderung der „Deutschen SchülerAkademie“ in Bonn über den universitären Bereich hinaus erweitert. Auch bemüht sie sich, z.B. durch Teilnahme an der hochschuldidaktischen Weiterbildung der Deutschen Bischofskonferenz und des Katholisch-Theologischen Fakultätentages „Theologie lehren lernen“, um eigene Weiterbildung auf dem Gebiet der Lehre.

An der Ökumene faszinieren sie nicht nur wissenschaftliche Fragestellungen, sondern auch der Umgang mit Menschen unterschiedlicher kirchlicher und kultureller Prägung, sei dies täglich vor Ort an  einer katholischen Fakultät mit einer evangelischen Nachbarfakultät, bei Vorträgen und Diskussionen in katholischen und evangelischen Kirchengemeinden, als Vertreterin ihrer Diözese bei der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Baden-Württemberg, als Delegierte der Deutschen Bischofskonferenz bei der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung 2007 in Sibiu, Rumänien, als Konsultorin der katholischen Kirche bei der Plenartagung der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung des Ökumenischen Rats der Kirchen Kolympari, Kreta 2009. All dies macht für sie auch das Lehren von Theologie im internationalen Rahmen und die Kooperation mit akademischen Lehrern aus anderen Ländern zu einer spannenden und bereichernden Erfahrung.