Das "Modellprojekt Musikerziehung" wurde im Juni 2002 ins Leben gerufen: durch Gründung des Förderverein Musikerziehung Hamburg e.V. durch Musikpädagogen und Musikförderer. Ziel des Vereins war und ist es unter anderem, Sponsoren und Förderer zu finden, die eine Patenschaft für einzelne Instrumente, Unterrichtsstipendien, Konzerte und Workshops übernehmen; das Musikprojekt soll die Kooperation zwischen staatlicher und privater Musikerziehung in allgemeinbildenden Schulen fördern.
Die Anschubfinanzierung leistete die ZEIT-Stiftung Gerd und Ebelin Bucerius im Schuljahr 2002/03 an drei Hamburger Schulen: dem Gymnasium Othmarschen, dem Gymnasium Langenhorn und dem Gymnasium Bramfeld. Währen der drei darauf folgenden Schuljahre ist der Förderer die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.; in jedem Schuljahr kommt zu den ursprünglich geförderten Schulen eine weitere hinzu: 2004/2005 ist dies das Gymnasium Bondenwald. Mit insgesamt 63.413,- Euro über einen Zeitraum von drei Jahren finanziert die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. das Projekt für Hamburger Schülerinnen und Schüler. Empfänger der Fördermittel ist der Förderverein Musikerziehung, dessen ehrenamtlichen Vorsitz Hubert Depenbusch von der Hamburger Behörde für Bildung und Sport innehat.
Eine Gruppe von professionellen, freiberuflichen Musikern und Musikpädagogen, die sich zu "Musixx-Hamburg" zusammengeschlossen haben, bietet den Schulen als Kooperationspartner ein breit gefächertes Musikprogramm an. Den Schülerinnen und Schülern des Modellprojektes werden gegen eine geringe Leihgebühr von acht Euro im Monat Instrumente zur Verfügung gestellt. Sie haben Gelegenheit, Instrumente wie Geige, Cello, Saxophon, E-Bass, Gitarre oder Schlagzeug zu lernen. Diesen Instrumentalunterricht erhalten sie wöchentlich in Kleingruppen (zwei bis drei Schüler) Instrumentalunterricht, der von den Eltern mit elf Euro in der Woche finanziert wird. Zusätzlich wird Unterricht im Ensemble bzw. Bigbandspiel angeboten. Ganztägige Workshops mit Profimusikern ergänzen und vertiefen das Ensemblespiel und die Orchesterarbeit, Angebote in Gesang, Tanz und Theater unterstreichen den ganzheitlichen musikalisch-ästhetischen Gesamtansatz des Projektes.




